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Letzter Schultag in der Pieck-Schule

Nach 20 Jahren Leerstand gibt es gute Nachrichten für einen Ort, der viele Generationen in Guben über Jahre hinweg begleitet hat. Viele haben hier schreiben, lesen und rechnen gelernt. Noch mehr haben hier lebenslange Freundschaften geknüpft und bis heute gute Erinnerungen an eine unbeschwerte Zeit. Die Pieck-Schule in Guben war nicht irgendeine Schule, sie galt zu ihrer Gründung im Jahr 1952 als schönste und modernste Schule in der DDR. Zurecht  sind daher viele Gubener bis heute stolz auf dieses prächtige Bauwerk mitten in der Stadt.

Und die Pieck-Schule wird nun wachgeküsst und einer neuen Bestimmung zugeführt. Ab diesem Sommer wird das Schulgebäude mit zusätzlichen Bauwerken zu einem Haus für alle Generationen ausgebaut und künftig ein Pflegefachzentrum beherbergen. Die Millioneninvestition der Gubener Sozialwerke, die nur in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Guben und durch verschiedene Fördermittel möglich wird, geht mit einem Entwicklungsimpuls für das gesamte Wohnquartier einher.  Und setzt mit dem Quartierskonzept auf einen zeitgemäßen Ansatz für das Zusammenleben der Generationen. Das neu entstehende Ensemble ermöglicht ein gesundes und betreutes Altern im gewohnten Umfeld – nicht irgendwo am Stadtrand, sondern genau dort, wo auch die Herzen der jungen Generationen schlagen.

Bevor der Umbau startet, wollen Stadt und Sozialwerke allen, die an dem Projekt interessiert sind, die Möglichkeit eines Abschieds von der Pieck-Schule und Einblicke in das Bauvorhaben geben. Am 31. Juli 2021 wird deshalb von 10 bis 14 Uhr zum „letzten Schultag“ eingeladen. Dann können die Gubener und alle Interessierten Rundgänge mit dem Bauleiter Christian Prieß nutzen. Oder aber auf eigene Faust auf Entdeckungstour begeben und Erinnerungen nachspüren.

„Vor dem Umbau wollen wir allen Interessierten – quasi mit einem Blick in die Vergangenheit – die Chance geben, das Areal mit der ehemaligen Schulnutzung zu besichtigen. Zeitgleich eröffnen wir einen Ausblick in die Zukunft und zeigen die künftige Nutzung mit den geplanten Baumaßnahmen.“, so Sozialwerke-Geschäftsführer Martin Reiher.

Für alle, die sich als künftige Bewohner sehen oder das Projekt als berufliche Chance begreifen wird es viele Einblicke in das Bauvorhaben geben: In allen Räumen werden die Grundrisse und Baupläne für die Umgestaltung der Räumlichkeiten zu sehen sein. So kann man in den Klassenräumen quasi auf Bodenabklebungen schon einmal im künftigen Seniorenparadies probewohnen. Auf dem Innenhof erwarten die Besucher kleine Info-Stände von vielen Partnern der Sozialwerke, beispielsweise sind die Volkssolidarität, die Gubener Wohnungsgesellschaft mbH, das Haus der Familie und die Rückkehrerinitiative „Guben tut gut“ vor Ort. Vor oder nach dem Rundgang können Besucher auf dem Innenhof verweilen, für Imbiss und Getränke ist gesorgt.

Die Sozialwerke werden hier ab Ende kommenden Jahres ein neues Team aufbauen, das alle Qualifikationseben der Pflege und sämtliche Leistungsbereiche von ambulanter über Tages-, Kurzeit- und stationäre Pflege bis zum betreuten Wohnen umfasst. Sicherlich ist auch für Sie eine neue Karrierechance dabei! Das Pflegefachzentrum wird nach dem Ansatz des Quartierskonzeptes eine soziale Funktion für das gesamte Wohngebiet übernehmen. Hier können engagierte Pflegekräfte Ihre Ideen für eine moderne und smarte Pflege einbringen; innovative Konzepte mit entwickeln und direkt vor Ort umsetzen. Schon jetzt können sich Interessierte, die gern am Aufbau des neuen Teams mitwirken wollen, bei den Sozialwerken melden. Auch für das Betreute Wohnen und das neue Heim gibt es bereits gut gefüllte Wartelisten.

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